Eine dreisprachige Social-Media-Kampagne, die Langsamkeit als Qualität feiert.
In einer Welt, die mit KI und Dauerbeschleunigung immer schneller wird, zeigt Slow Food Schweiz, was sich nicht beschleunigen lässt: gutes, sauberes und faires Essen. Drei Menschen aus dem Slow-Food-Netzwerk erzählen das glaubwürdig und mit Humor. Die alpine Naturköchin Rebecca Clopath, der agroökologische Winzer André Bélard und der Farina-bóna-Produzent Ilario Garbani. Jede:r spricht in der eigenen Muttersprache, jede:r mit einer eigenen Pointe.
Rebecca pflückt Kräuter und fragt «Schmöggsch?», André prostet mit einer Karaffe voller Humus auf die Langsamkeit, Ilario erklärt, dass die «KI» bei ihm seit über 100 Jahren existiert, in Form der legendären Müllerin Annunziata. Wir entwickelten die Kampagnenidee mit und setzten sie als drei Kurzfilme, Stills und Social-Media-Formate um. Alles an einem Drehtag auf dem Hof von Rebecca Clopath in Lohn GR.
Die Herausforderung lag darin, eine Haltung sichtbar zu machen, die auf Entschleunigung setzt, und das auf Kanälen, die vom Gegenteil leben. Auf Instagram und Tiktok entscheiden die ersten drei Sekunden. Gesucht waren also Filme, die sofort packen, ohne zu belehren und die mit echten Menschen statt mit Schauspieler:innen funktionieren. Gleichzeitig mussten drei Protagonist:innen, drei Landessprachen und drei Temperamente in eine gemeinsame Klammer gebracht werden, die als Kampagne erkennbar bleibt.
Projekt Fokus
Im Fokus stand die Verbindung von Haltung und Humor. Statt Slow Food als Verzicht oder Nostalgie zu erzählen, machen die Filme die Langsamkeit zur Pointe. Der gemeinsame Claim «Taste the slowness» hält die drei Geschichten zusammen, während jede Person ihre eigene Sprache und Bildwelt behält. Besonders wichtig war ein Dreh, der die Authentizität der Protagonist:innen schützt: beobachtend statt inszeniert, mit Texten, die sie selbst in ihre Worte übersetzt haben.
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