Wie schnelle Logistik in der Stadt das Teilen von Dingen einfacher machen kann.
Sharing scheitert oft an der Übergabe: Sie ist aufwendig, kommt zeitlich ungelegen oder lohnt sich nicht. Gleichzeitig ist bei vielen Objekten gerade die spontane Verfügbarkeit entscheidend. QuickSharing untersucht, wie Kurierdienste und andere Akteure der städtischen Logistik schnelle und professionelle Übergaben möglich machen.
Im Rahmen des Innovation Booster Future Urban Society suchte ARC Collective gemeinsam mit Peter Haberstich und der FHNW systematisch nach Objekten, bei denen schnelles Teilen ökonomisch und ökologisch Sinn ergibt: hoher ökologischer Fussabdruck, hohe Anschaffungskosten und ein hoher Wert, wenn sie kurzfristig verfügbar sind.
Daraus entstanden Use Cases, Rollenmodelle und erste Geschäftsmodell-Prototypen, vom Kurier als Sharing-Anbieter über geteilte Medizingeräte bis zum Sharing in der Verwaltung. Die Resultate wurden an der ZHdK im Minor Sustainable Design weiterentwickelt.
Teilen klingt einfach, scheitert im Alltag aber an Details: Wer bringt das Objekt vorbei, wer haftet bei Schäden und lohnt sich eine Fahrt für 10 bis 20 Franken überhaupt? Dazu fehlen oft die kritische Masse an Angeboten und das Vertrauen. Gleichzeitig galt es, Rebound-Effekte und faire Arbeitsbedingungen für Kurierdienstleistende mitzudenken.
Projekt Fokus
Im Fokus stand die Frage, welche bestehenden Akteure und Infrastrukturen einer Stadt Sharing schneller machen können. Ein vielversprechender Ansatz: Kuriere werden selbst zu Sharing-Anbietern und liefern nicht nur Essen, sondern auch Werkzeug, Küchengeräte oder eine Playstation. Weitere Modelle reichen vom Medkurier für Arztpraxen und Spitäler bis zum Sharing-Organiser, der für ganze Branchen das gemeinsame Nutzen von Geräten organisiert.
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